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Taubenregulierung

Stadttauben sind für viele Menschen in der Großstadt, insbesondere für alte Menschen, die einzigen Mitkreaturen, zu denen Kontakt aufgenommen werden kann.

Die derzeitige Domestikationsweise ist aber vielfach zu einseitig: Die Tauben werden gefüttert, haben aber kaum brauchbare Brutplätze. So werden sie vielerorts zur Plage, indem sie ihren Kot an Gebäuden absetzen, was infolge des hohen Harnsäureanteils zur Beschädigung von Fassaden führen kann.

Tauben-Vergiftungsaktionen gefährden auch die Türkentaube.

Auch die Gefährdung von Menschen durch Krankheitserreger (z.B. Ornithose, Salmonellose) wird diskutiert, sollte jedoch nicht überbewertet werden.

Der Tierschutzbeirat lehnt die Vergiftung von Tauben aus mehreren Gründen ab: Es kommt vor, dass die Tiere nicht sterben, sondern auf Dauer geschädigt werden; durch Vergiftung von Alttauben - Stadttauben brüten während des gesamten Jahres - besteht die Wahrscheinlichkeit, dass Jungvögel elend verhungern, letztlich werden auch andere Vogelarten wie Ringeltauben, Goldammern oder Finken gefährdet.

Um die Stadttauben-Bestände regulativ in den Griff zu bekommen, sollten vernünftige Domestikationsverhältnisse geschaffen werden:
 

  • Die Fütterung ist auf bestimmt Futterplätze zu konzentrieren.


  • Dort werden Brutplätze (Taubenschläge) angeboten, wo eine gezielte Regulation, insbesondere durch Nutzung der Jungtauben, erfolgen kann.



In Bezug auf Modellprojekte, Bauanleitung, Schlagkontrolle und Taubennutzung bietet sich die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt, 67346 Speyer, Tel.: 06232-67 15 18, als Gesprächspartner an.

Verantwortlich i.S.d. Pressegesetzes: Dr. Christiane Baumgartl-Simons (Ansprechpartnerin)
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