Tierelend für Pelzmode

(19.02.2006) Der Tierschutzbeirat distanziert sich ausdrücklich von gewalttätigen Aktionen gegen Pelzgeschäfte, mit denen militante Tierschützer in jüngerer Vergangenheit unter anderem in Mainz von sich reden gemacht haben.
Aber auch wer die Dinge nüchtern betrachtet und nicht dazu neigt, Scheiben einzuwerfen, kommt nicht umhin, die Situation der Pelztiere als grob tierschutzwidrig einzustufen.

So müssen für einen Nerzmantel ca. 50 Tiere sterben. Der Nerz, unser Hauptlieferant für Pelze, lebt normalerweise an Flussufern und schwimmt und klettert gerne. In den Pelztierfarmen, die meisten davon gibt es in skandinavischen Ländern, vegetiert er in engen Drahtkäfigen und wird mit einem Futterbrei aus Fisch und Schlachtabfällen gefüttert. Das geruchsempfindliche Tier muss lebenslang den Gestank der eigenen Exkremente ertragen und leidet auf Grund seiner monotonen Umgebung nicht selten an Verhaltensstörungen wie Stereotypien oder Kannibalismus. Nach ca. 7 Monaten Lebensdauer werden die Nerze getötet, in Anbetracht des elenden Lebens eigentlich eine Erlösung. Doch auch das Sterben ist eine Qual für die Tiere, die zu Dutzenden in eine Kiste gepfercht und mit Auspuffgasen oder Kohlendioxyd vergast werden, wobei bis zur Bewusstlosigkeit durchaus 2 Minuten und mehr vergehen können.

Nicht besser ergeht es den Farmfüchsen, deren trostloses Leben auf Drahtgitterböden mit elektrischem Strom beendet wird. Dazu wird eine Sonde in den Anus geschoben und das Tier veranlasst, in die andere Elektrode zu beißen, wodurch der Stromkreis geschlossen wird.
Noch grausamer sind die Tötungsmethoden, mit denen Hunde und Katzen in Thailand, Korea oder China zur Fellgewinnung umgebracht werden, selbst über Häutungen lebender Tiere wird berichtet.

Für Tierfreunde kann es daher nur eine Schlussfolgerung geben: Hände weg von Pelzen aller Art. Dies gilt nicht nur für den Nerzmantel, sondern z.B. auch für die Jeansjacke mit Pelzkragen oder den Pelzbesatz an Stiefeln.

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