Haifische von der Speisekarte streichen

(14.07.2004) Wie kann man in Rheinland-Pfalz dazu beitragen, die massenhafte Verstümmelung von Haien auf den Weltmeeren zu stoppen?

Der Landes-Tierschutzbeirat hat hierzu eine Antwort: Über 100 China-Restaurants in allen Teilen des Landes wurden angeschrieben und gebeten, Haifischflossensuppe aus der Speisekarte zu streichen.

Nach Informationen des Tierschutzbeirates wird dieses Produkt in den meisten chinesischen Lokalen angeboten. Was viele Restaurantbesitzer und Gäste nicht wissen: Weltweit werden Jahr für Jahr über 100 Millionen Haie durch Menschenhand getötet, die meisten davon durch das grausame "Shark-Finning", wobei den lebenden Haien die Flossen abgeschnitten und die Tiere dann zurück ins Meer geworfen werden, wo sie langsam und qualvoll sterben.
Das Geschäft mit den Flossen ist äußerst lukrativ: Für 1 kg Flossen zahlen Händler mehrere Hundert Euro; die Gewinnspannen sind durchaus mit denen beim Drogenhandel vergleichbar. Haifischflossensuppe gilt insbesondere in China gleichermaßen als Statussymbol und Delikatesse; dabei ist das knorpelige Flossengewebe praktisch geschmacklos, die Suppe erhält erst durch Fleischbeigaben, Salz und Gewürze ihren Geschmack.

Dr. Helmut Stadtfeld, Vorsitzender des Tierschutzbeirates: "Unsere Aktion kann nicht mehr sein als der berühmte Tropfen auf einem heißen Stein. Es geht uns darum, ein Zeichen zu setzen und zur Aufklärung über das Problem beizutragen.

Gefragt sind weltweit koordinierte Schutzmaßnahmen, um dem zunehmenden Konsum von Haiprodukten und der damit einhergehenden Qual für die Tiere und der Gefährdung ganzer Ökosysteme zu begegnen."

Weitere Informationen bei HAILIFE (www.hai-society.org), der Internationalen Kampagne zur Rettung der Haie.

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